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Test: The Evil Within (PS4)

14. Oktober 2014

Im Moment erleben bestimmte Spiele einen starken Hype. Von allen Seiten werden diese Spiele beworben und enttäuschen leider durchgehend. So konnte mich beispielsweise Destiny gar nicht überzeugen. Hoffnung hatte ich in diesem Spiel, doch die wurde direkt zu Anfang gnadenlos zerstört.

Es beginnt alles mit einer Videosequenz. Die Qualität dieser erschreckt mich. Die Figuren bewegen sich künstlich und die Synchronstimmen passen überhaupt nicht. Während die Sequenz läuft hoffe ich, dass dies keine Spielegrafik sein wird und die lästigen Balken verschwinden. Aber ich werde eines besseren belehrt. Mit dicken Balken oben und unten gehe ich im 21:9-Format auf die Klinik zu, die mich an eine andere Klinik aus einem anderen Spiel erinnert. In der Klinik selbst offenbart sich das ganze Ausmass. Überall liegen Leichen und Blutlachen herum. Und noch immer wollen die nervigen Balken nicht verschwinden. Sie nehmen zusammengerechnet mindest 1/4 des Bildschirmes ein und es ist wirklich nervig.

Wie auch in einem anderen Spiel mit einer Klinik kann man sich, wenn man von einem Bösewicht gejagt wird, in Schränken verstecken. Irgendwie kommt einem alls das ziemlich bekannt vor – nur irgendwie schlechter. Zur wirklich meiner Meinung nach schlechten Grafik und den nervigen Balken, die mir in keiner Weise ein Kinofeeling vermittelt, gesellt sich auf der PS4 die grottige Performance. Das Spiel ruckelt manchmal ohne Ende. Wieso das so ist weiß ich leider nicht. Normalerweise sollte dieses Spiel kein Problem für die starke Technik der PS4 sein.

Ja, ihr habt Recht, wenn ihr sagt, dass Grafik nicht alles ist. Aber das aufgezwungene 21:9 Format und die zudem unschöne Grafik machen das Spiel zu einem optischen Graul. Wenn ich schon eine Next-Gen-Konsole habe, möchte ich wenigstens den Hauch von Next-Gen auf meinem Fernseher. Doch auch diesen Hauch vermisse ich. Das Licht- und Schatten-Spiel ist gelungen, aber das war es dann auch schon mit dem Lob der Grafik. Alles anderes ist absoluter durchschnitt, stellenweise sogar richtig altbacken. Die steifen Gesichtsanimationen sind absolut nicht zeitgemäß. Dies gilt auch fürviele Texturen, Objekte und sogar Feuereffekte. Das hat trotz Playstation 4 schon unteres Playstation 3-Niveau. Dazu gesellen sich die wirklich grausamen Cut-Szenen.

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Vom Gameplay her erleben wir hier nichts weiteres als ein modernes Resident Evil gemischt mit Outlast. Man merkt direkt, dass der Resident Evil Macher persönlich hinter dem Spiel steckt. Und zufällig hat auch die Hauptfigur Sebastian Castellanos die gleiche deutsche Synchronstimme wie Leon S. Kennedy. Auch die hakelige Steuerung und die Kamera wurden übernommen. Sebastian kann laufen, kurz sprinten, ducken, gezielt schießen und zuschlagen. Weiterhin kann man Schalter und Mechanismen aktivieren und Türen öffnen. Und hier kommen wir zu einer wichtigen Komponente: den Todesfallen. Die sind überall platziert, kann sie aber auch entschärfen und für sich selbst nutzen. Bis auf die Fallen sollten Resident Evil-Fans hier keinerlei Probleme mit der Steuerung haben.

Im Laufe der Zeit kann man natürlich auch seinen Charakter und die Ausrüstung verbessern. Im Spiel findet man immer wieder Einweggläser und grünes Gelee welches das Punktekonto mal mehr und mal weniger auffüllen. Mit diesen Punkten kann man dann die Fitness von Sebastian verbessern (länger sprinten, mehr Gesundheit usw.) oder die eigenen Waffen und den Umgang mit diesen verbessern. Schade, dass von den eigenen Verbesserung nicht auch die KI profitiert, denn die ist zwar recht fordernd, aber nicht sehr intelligent. Die Beständigkeit gegenüber Kugeln macht die KI zu einem echten Gegner. Zudem zeigt sich hier die Masse statt Klasse, wenn dann eine Handvoll der Gegner auftauchen. Hinzu kommen die Fallen, welche entweder einen töten oder einem hilfreich sein können.

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Ansonsten ist das Spiel absolut monoton, was ich aber jetzt mal nicht gross in die Wertung mit einfliessen lassen würde. Man macht immer das Gleiche. Schleichen und verstecken, nebenbei auf zig  Fallen achten, wieder schleichen und darauf hoffen, dass sich die Zombiegestalten nicht kurz vor einem Kontakt umdrehen und einem mit einem 2-Hit- oder noch besser 1-Hit-Kill instant zum letzten Speicherpunkt befördern. Und der kann manchmal etwas weiter zurück liegen. Frustmomente bleiben da einfach nicht aus.

Der Sound ist den Machern, bis auf die schlechte Synchro, die allerdings zu den steifen und roboterhaften Figuren passt, sehr gelungen. Überall sind die Geräusche des Ekels zu hören. Die Monster schreien Laute von sich und Türen knarren. Auch der Soundtrack, also kleine Musikpassagen, erinnern immer wieder an Resident Evil.

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Fazit

Das Spiel ist nicht schlecht, aber ich habe bei dem Hype, mal wieder, einfach mehr erwartet. Es scheint momentan ein Fluch auf den Spielen zu liegen, die wirklich von Fachpresse und Publisher gehypet werden. Es ist ein Survivial Horror-Trip mit kranker Kulisse, aber leider kein Guter. Die Entwickler hatten bei der Gestaltung eine ziemlich kranke Fantasie, aber ich habe ehrlich gesagt einfach mehr erwartet. Das Spiel ist nichts besonders, wie uns all die Seiten weiß machen wollten. Alles wirkt ausgelutscht und das Spiel zog mich in meiner Spielzeit nicht wirklich in seinen Bann. Ich hatte nicht das Bedürfnis das Spiel durchspielen zu wollen.

Die Story vergisst man schon beim spielen, denn sie ist so schlecht und belanglos, dass ich sie selbst nicht mehr wiedergeben könnte. Das liegt aber auch daran, dass die Cut-Szenen so ruckeln und mies aussehen, dass man in der Zeit anfängt mit seinem Smartphone zu spielen und andere Dinge zu tun. Besonders die Krankenhaus-Fahrt am Anfang sieht mehr als schlecht aus.

Ich will keinem das Spiel schlecht reden, aber wartet lieber bis es billiger geworden ist oder holt euch die PC Version. Die soll wirklich sehr hübsch aussehen und die Performance ebenfalls besser laufen als auf der Playstation 4. Das aufgezwungene 21:9 Format ist wirklich zudem unschön.

PS: Ich habe bewusst auf brutale Screenshots verzichtet, da es teilweise echt ekelig und krank ist. Daher habe ich mich für neutrale Screenshots entschieden, die aber zugleich auch die schlechte Grafik sehr gut repräsentieren. Ja, was ihr auf den Bildern seht ist Playstation 4-Grafik. Zeitweilig dachte ich, ich habe eine Playstation 3 daheim.

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11 Comments

  • Reply
    Mad
    14. Oktober 2014 at 22:23

    Vielleicht sollten Sie jochen lieber mehr Zeit mit Ihrem Hund oder Ihrer Familie verbringen sie scheinen sich bei dieser Bewertung zu sehr von Ihrer Phantasie als von den Fakten leiten zu lassen. Für richtigen Journalismus hats eben nicht gereicht könnte man jetzt behaupten wenn man so frei sein wollte. Ich hoffe das ich den Hinweis auf eine Satiere seite, ich suche weiter !

    • Reply
      Jochen
      14. Oktober 2014 at 22:35

      Eine Rezension spiegelt die Meinung des Schreibenden wieder. Nur weil Sie ihr Meinung und sicher der vielen gehypeten und angefixten Spieler nicht trifft, ist sie deswegen nicht schlechter als andere. Ich kann auch nichts dafür wenn sich viele hypen lassen uns leider dadurch völlig aus den Augen verlieren welch schlechtes Spiel man ihnen kredenz hat. Die Spielzeit ist kurz, die Grafik grauenhaft, das Gameplay, ja alles, wirkt altbacken.

      Tut mir leid, dass ich Deine Meinung nicht getroffen habe. Es bleibt aber die meinige.

      Und definiere „richtiger Journalismus“? Ist man ein richtiger Journalist wenn man nur eine Industriehure ist, die das schreibt, was andere erwarten bzw so schreibt dass auch ja die Werbekunden zufrieden ist? Das ist wohl Deine Definition. Ich bin froh kein richtiger Journalist zu sein. Dann müsste ich mich unterordnen und dürfte nicht schreiben wie ich will.

  • Reply
    DieWahrheit
    14. Oktober 2014 at 23:38

    Hey Jochen,

    ich hoffe, dass die leser diesen test nicht allzu ernst nehmen, da er überhaupt nicht objektiv ist.

    Die grafik ist absolut in Ordnung. Viele partikel, wasser auf höhe der zeit und das feuer sieht gut aus. Ein uncharted 4 darf man nicht erwarten…

    Von monotonie habe ich wenig gespührt. Ich finde das game sogar sehr abwechslungsreich. Von einer ordentlichen ballerei, über verteidigungseinlagen bis hin zu schleichparts, missionen mit partner, knackige bossfights…usw. alles dabei.

    Die schwarzen ränder haben mich anfangs auch gestört, fallen aber nach kurzer zeit gar nicht mehr auf. Bei einem großen tv absolut vernachlässigbar.

  • Reply
    DieWahrheit
    14. Oktober 2014 at 23:38

    Bei dem punkt schlechter storry musste ich vor lachen fast heulen! Eine ähnlich gute handlung, die dem spieler stück für stück alles aufklärt ist seit langer zeit die beste, die ich genießen durfte. Wem der film shutter island was sagt…gewisse parallelen sind da.

    Es ist einfach ein sehr guter survival horror mit dichter, erdrückenden atmosphäre und packender story. Das ist fakt. Subjektiv ist nur die aussage ob es einem gefällt oder nicht.

  • Reply
    DieWahrheit
    14. Oktober 2014 at 23:39

    Wer ein überdurchschnittliches horrorgame sucht, ist hier richtig. Der atmosphäre im spiel kommt es sehr zu gute wenn man es allein am abend zockt…nicht mit 3 kollegen, bier und um 14:00 bei strahlender sonne…nur mal so am rande.

    Lg

  • Reply
    Jean
    15. Oktober 2014 at 1:44

    Ich habe nun selbst geschlagene Zeit mit dem Titel verbracht und bin momentan bei Kapitel 7. Und: ich muss Jochen leider zustimmen. Die Grafik ist eine Katastrophe, der eingeschränkte Bildausschnitt nervt. Klar wird das alles nun als „stilistisches Mittel eines japanischen Spiele-Urgesteins“ vermarktet, täuscht aber nicht darüber hinweg, dass der Titel absolut innovationsarm ist. Einer PS4 absolut nicht würdig, die Grafik bewegt sich auf einem etwas besseren Niveau als Resident Evil 5. Kurzum: ich bereue schon jetzt meinen Kauf für 69, 99 Euro. Spielerisch ist der Titel leider sehr redundant, was man merkt, wenn man ein paar Kapitel gespielt hat.

    Fazit: Ich würde den Titel als eine Mischung aus Resident Evil (5) und Outlast bezeichnen, dem man bei aller technischer und spielerischer Grausamkeit eines wirklich lassen muss – die Kunst seiner Macher, auch das Abgestaubteste noch so zu vermarkten, dass dabei die Kasse stimmen wird.

  • Reply
    A.T.
    15. Oktober 2014 at 11:34

    Wer schon länger diese Art Genre der Spiele zockt und zB. mit Resident Evil 1 „groß geworden“ ist, dem verschlägt es 2014 wirklich die Sprache…im negativen Sinn. Die Grafik gleicht der einer Ps3, nicht mehr. Nun, das stört auch nicht im geringsten, denn durch die riesigen Balken sieht man sowieso nur ein wenig, muss ständig hoch und runter schwenken um ein Gefühl der Umgebung zu erhalten. 2014 möchte ich auch ein angemessenes Spiel „sehen“. Wenn ich Retro zocken möchte, gibt`s eine große Auswahl. Will ich aber nicht. Wenn mir versprochen wird, einen Porsche zu bekommen und ich dann aber in einem Käfer sitzen muss, kommt Zorn auf.
    Atmosphäre? Bei einer Surroundanlage klingt selbst Rtl super, so what? Alte Spielmechanik im alten Gewand, mehr nicht. Sollte ich mal wieder etwas bei Ebay verkaufen wollen, wende ich mich an die Marketingabteilung des Publishers, denn die schaffen es wirklich, selbst Sch**** zu verkaufen…

  • Reply
    conner
    19. Oktober 2014 at 2:01

    Ich versteh nicht wieso man eine hi end Grafikkarte braucht da die Grafik echt beschissen ist und ich so gut wie nichts erkenne und beim ducken man echt nur hoch schwanken muss weil man sonst nur sein rücken sieht

  • Reply
    rainier
    2. November 2014 at 21:47

    Drecksspiel ……. Total das ruckelparadies . Ich rege mich total auf weil ich 70 Euro bezahlt habe , und das nur weil es Überall fast Top Noten bekommen hat. Bekommen die Geld dafür das die lügen die assis. Regt mich total auf , jetzt kann ich es wieder verkaufen mit Verlust . Bin gerade bis Kapitel drei und habe dann keine Lust mehr gehabt auf diesen Dreck . Es ist gar nichts gut an diesem Spiel nullllllll. Und die zwischensequenzen kann man total wegschmeissen , schlechtestes Spiel Ever für die ps4 . Dann lieber the last of us ….das stimmt wenigstens alles .

    • Reply
      Olli
      4. November 2014 at 6:54

      Stimme meinem Vorredner vollkommen zu!

      Meine Meinung:
      Grafik: 5 / 10 (außer nette Licht / Blendeffekte nichts großartiges | PS3 Grafikniveau)
      Spielspaß: 3 / 10 (eigentlich hatte ich irgendwann keine Lust mehr die Konsole anzuschmeißen, aber man hat ja immerhin 60€ bezahlt )
      Story: 2 / 10
      Sound: 7 / 10 (super Umgebungssounds | Monster kreativ vertont |Chraktere etwas schwach)

      Gameplay (vorallem Kamerführung) erinnert an eine Mischung aus Tomb Raider und LastOfUs… insgesamt nichts großartig neues! ( 5 /10 )

      Zum Gruselfaktor: Bis auf 2-3 echt miese Viecher, die richtig stark designed sind, hat EvilWithin wenig Horrorfeeling versprüht.
      Vielleicht liegt es auch daran, dass die Story zu abgedreht ist, die Charaktere zu flach und das Gameplay zu monoton! Dafür kann man gefühlt 1400 verschiedene Tode sterben und einer ist fieser als der andere!

      Meine Geamtwertung also: 4.4 / 10

  • Reply
    Bei Kritik Liebesentzug: Wie Apple und Co Druck auf Blogger und Journalisten ausüben - JackCheck.net
    23. April 2015 at 12:07

    […] Reviews, wird man aussortiert und ignoriert. Besonders bei Bethesda und meiner Review zu “The Evil Within” habe ich das zu spüren bekommen. Keinerlei Pressemitteilungen mehr. Dabei habe ich damals […]

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