Keks bleibt Keks: MyCouchbox.de und die Blogger – Der unverschämte Wahnsinn geht weiter

Nach meinem Artikel über MyCouchbox.de bekam ich viel Feedback. Und selbst heute erinnern sich noch einige an den Artikel. So sehr, dass ich eine Mail von MyCouchbox.de von einer Bloggerin zugeschickt bekommen habe, in der das Unternehmen wieder versucht Blogger am besten gegen einec Box abzugreifen. Aktuelle Boxen bekommen die Blogger dabei meist nicht. Sie sind gerade gut genug für die Reste voriger Boxen.

Bloggerin schickt Mail von MyCouchbox.de

In der Mail, welche mir von einer Bloggerin zugeschickt wurde, schreibt MyCouchbox.de man habe ab August einen Werbespot auf Pro7/Sat1 und man sucht hier wieder Blogger, die die Box vorstellen wollen. Daneben stellt MyCouchbox.de noch ein paar Anforderungen.

mycouchboxmail

Unverschämte Forderungen

Unverschämt in der Mail sind die verschiedenen Forderungen. Der Blogger soll dies machen, soll das machen. Auch die Bilder will MyCouchbox.de auf Nachfrage erhalten, um sie für weitere Werbemaßnahmen nutzen zu können. Dass auch schöne Bilder Zeit kosten, die einfach vergütet werden müssen, begreift das Unternehmen bis heute nicht. Würde MyCouchbox.de Fotos von einem Fotograf machen lassen, müssten sie auch Geld zahlen. Hier versuchen sie auch noch die Bilder der Blogger kostenfrei abzugreifen. 

Am unverschämtesten ist allerdings der Satz:

Falls kein Blogeintrag erscheint, müssen wir dir die Box in Rechnung stellen

Was auf Amazon mittlerweile verboten ist, nämlich Produkttests bei dem versenden kostenloser Artikel, zu verlangen, ist für MyCouchbox.de selbstverständlich. Wer keinen Artikel schreibt, soll die Box bezahlen. Die Box übrigens, in denen sich die Unternehmen mit ihren Produkten einkaufen. Denn MyCouchbox.de zahlt nichts für die Produkte. Lediglich die Versandkosten muss das Unternehmen bezahlen. Einen solchen Satz überhaupt an Blogger zu schreiben ist mehr als unverschämt. 

Ebenfalls fragwürdig ist die Forderung, dass das Logo auf den Fotos immer schön zu sehen sein sollte. Das ist eine ziemlich dreiste Aufforderung zur Schleichwerbung. Ob der Beitrag gekennzeichnet werden muss oder nicht, steht übrigens nicht in der Mail. Das lässt man scheinbar dem Blogger offen. Transparenz sieht anders aus.

MyCouchbox.de fordert viel, aber gibt wenig

Es ist traurig zu sehen, dass MyCouchbox.de absolut nichts gelernt hat oder Interesse daran hat Blogger fair zu vergüten. 

MyCouchbox.de spekuliert hier weiterhin an die Naivität der Blogger und versucht mit Massenmails Blogger, am besten nur gegen eine Box, dazu zu bewegen, über die Box zu schreiben. Natürlich nach deren Regeln. Mach dies, mach das. Zudem will MyCouchbox.de noch die Bilder auf Anfrage zur Verfügung gestellt haben. Und das alles für eine Box, welche zudem meist eine alte Box ist!? Echt jetzt? Was stimmt nicht mit Euch? 

Leider bleibt MyCouchbox.de weiterhin ein krasses Negativbeispiel für eine schlechte Kooperation, in der nur das Unternehmen davon profitiert. Wer also die Mail bekommt, sollte sie ungelesen löschen. Hier findet auf jeden Fall aktuell keine Kooperation auf Augenhöhe statt. Erkennt euren Wert. Wer Geld für einen Werbespot hat und damit noch in der Mail prahlt, der sollte auch lernen Blogger fair zu vergüten. 

 

15 thoughts on “Keks bleibt Keks: MyCouchbox.de und die Blogger – Der unverschämte Wahnsinn geht weiter

  1. Gianna says:

    Danke für den Beitrag. Diese Firma ist leider nicht die Einzige, die Blogger unter wert anwirbt. Leider fallen immernoch viele Blogger darauf herein und machen mit.
    Herzliche Grüße
    Gianna

  2. Hermine says:

    Blogger haben bis auf 50 Leser auch nichts zu bieten und 99% überschätzen sich maßlos. Sei happy, dass du irgendetwas bekommst.

  3. Jochen says:

    Wie gut, dass ich nicht nur 50 Leser habe.

  4. Marcus says:

    Dennoch überschätzt du dich maßlos. Nur am meckern – wie eh und je.
    Du willst alles geschenkt haben bei einem Mindestmaß an Arbeit. Schäm dich Jochen.

  5. Jochen says:

    Werbung kostet eben Geld. So ist das. Wer das nicht erkennt oder erkennen will gehört gerügt. Fertig.

  6. Gregor says:

    MyCouchbox ist ein Startup und kein AMAZON! Sie wurden finanziert über die Crowd – daher können Sie keine geossen Anreize bieten! Wenngleich ich gerne ein Couchbox bekommen würde! Daher mache ich bei der Bewertung von artikeln auch weiterhin mit! Fairer Deal: Bewertungen gegen Couchbox

  7. Wegen solchen dubiosen Angeboten, haben sich die Outdoor Blogger zusammen geschlossen und tauschen Erfahrungen aus. Zuweilen sorgt das für Unmut, vor allem bei den PR Firmen, wenn die net weiter kommen oder man ihnen sagt, dass man es meldet. Irgendwann rächt sich das.

  8. Jolie says:

    Ich bin zwar der Meinung, dass man nicht zwangsläufig für Produktvorstellungen bezahlt werden muss aber ich finde die MyCouhcbox Anforderungen an Blogger schon sehr dreist, wow… 🙁

  9. Renate Blaes says:

    Das alles funktioniert aber nur, weil es viele Blogger gibt, die sich dieser Knechtschaft beugen.

  10. Jean says:

    Es ist eine Frechheit aber solang es diese „Blogger“ gibt, die Werbung für lau machen und sich für Centartikel tagelang verausgaben …werden diese Firmen wohl nie dazulernen..traurig

  11. Suse says:

    Wow, und manche Kommentare kann man auch in der Pfeife rauchen…

    Ich finde tatsächlich die Bezahlung ist zweitrangig, wenn die Augenhöhe stimmt. Wenn jeder weiß, was er zu bieten hat und das fair und offen kommuniziert.
    Dieses „Falls kein Blogeintrag erscheint, müssen wir dir die Box in Rechnung stellen“ ist in etwa so: ich schenek Dir was, wenn es Dir aber nicht gefällt, dann mußt Du es bezahlen.
    Traurig.

  12. Da kann man nur den Kopf schütteln. Aber anscheinend funktioniert diese Masche noch bei genügend Blogger / Anfängern. Das würde ich dann eben unter Lehrgeld verbuchen. Man kann nur hoffen, dass Artikel wie dieser hier, möglichst viele zum Umdenken bewegt.

  13. Daniela says:

    Ich stimme dir in deiner Kritik auch zu und finde es sehr schade, dass einige Unternehmen so versuchen ihr Werbebudget zu drücken. Ich finde generell sollte man nicht nur auf die Reichweite pochen, sondern auch mitberücksichtigen, dass so ein Blogartikel schon auf Arbeit mit sich bringt. Und ich kann mir bei einer Kooperation meist eben nicht aussuchen, wann der Artikel erscheint, tendenziell ist man vielleicht etwas perfektionischtischer bzgl Text und Fotos. Diese Unfreiheit sollte auch entsprechend gewürdigt werden, nicht bloß mit einem gratis Testprodukt, das man wahrscheinlich auch noch klasse von der Steuer absetzen kann und für das man als Unternehmen logischerweise weniger zahlt, als man dann dafür einnimmt.
    Grundsätzlich muss aber auch jeder selbst entscheiden, ob er sich für ein Butterbrot hergibt oder nicht. Ich schließe reine Produktbezahlungen auch nicht gänzlich aus, nehme sie aber auch nur an, wenn sie im Verhältnis zum Aufwand stehen oder mir persönlich grad reinpassen…

    LG, Daniela

  14. Olga says:

    und was sagt das Unternehmen dazu? Hast sie schon mal gefragt? Ich kann mir irgendwie nicht vorstellen, dass ein Unternehmen, das so viel in Werbung investiert, keine Agentur für Blogger Relations holt….

  15. Tanja L. says:

    Ich wurde noch nie angefragt von denen! Aber zu den Bedingungen würde ich eh nicht mitmachen wollen. Klar, nen Beitrag kann man verlangen von einem Blogger, aber die Fotos einfordern?? Ein absolutes no go für mich!

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